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Jeder Betrieb, der zerspanende Bearbeitung betreibt – also Fräsen, Drehen, Schleifen oder Bohren – kommt zwangsläufig mit Kühlschmierstoffen in Berührung. Was viele nicht wissen: Der Umgang mit diesen Flüssigkeiten ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Die wichtigste Vorschrift dafür heißt TRGS 611.

In diesem Artikel erklären wir verständlich, was die TRGS 611 vorschreibt, welche Grenzwerte einzuhalten sind, welche Dokumentationspflichten Betriebe haben – und was passiert, wenn man gegen die Norm verstößt.

Was ist die TRGS 611?

TRGS steht für Technische Regeln für Gefahrstoffe. Die TRGS 611 trägt den vollständigen Titel: „Verwendungsbeschränkungen für wassermischbare und wassergemischte Kühlschmierstoffe, bei deren Einsatz Nitrosamine auftreten können."

Einfach gesagt: Sie regelt, wie Betriebe mit wassermischbaren Kühlschmierstoffen (KSS) umgehen müssen, damit Mitarbeiter nicht durch Schadstoffe wie Nitrosamine, Bakterien oder Pilze gefährdet werden. Die TRGS 611 ist keine freiwillige Empfehlung – sie ist verbindlich und wird bei Betriebsprüfungen durch das Gewerbeaufsichtsamt und die Berufsgenossenschaft kontrolliert.

Wichtig: Die TRGS 611 gilt für alle Betriebe, die wassermischbare KSS einsetzen – unabhängig von Größe oder Branche. Auch kleine Werkstätten mit einer einzigen Maschine sind betroffen.

Was schreibt die TRGS 611 konkret vor?

Die Norm macht klare Vorgaben in drei Bereichen:

1. Regelmäßige Messung der KSS-Werte

Betriebe müssen die Kühlschmierstoffe mindestens wöchentlich auf folgende Parameter prüfen:

Parameter Normbereich Handlungsbedarf ab
pH-Wert 8,0 – 9,5 < 8,0 oder > 9,5
Konzentration Herstellervorgabe Abweichung > 1 %
Nitritgehalt < 20 mg/l > 20 mg/l
Keimzahl (Bakterien) < 10.000 KBE/ml > 100.000 KBE/ml

2. Lückenlose Dokumentation

Jede Messung muss schriftlich festgehalten werden – mit Datum, Maschine, gemessenem Wert und gegebenenfalls durchgeführter Maßnahme. Diese Aufzeichnungen müssen mindestens 5 Jahre aufbewahrt werden und bei Betriebsprüfungen sofort vorgelegt werden können.

Praxistipp: Viele Betriebe führen die Dokumentation noch auf Papier. Das klingt einfach, wird aber schnell unübersichtlich – besonders wenn mehrere Maschinen überwacht werden müssen. Digitale Systeme schaffen hier deutlich mehr Transparenz.

3. Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter

Die TRGS 611 schreibt auch vor, wie Mitarbeiter geschützt werden müssen, die täglich mit KSS in Kontakt kommen:

Was passiert bei Verstößen gegen die TRGS 611?

Wer die TRGS 611 nicht einhält, riskiert mehreres:

TRGS 611 und BGR/GUV-R 143 – Was ist der Unterschied?

Neben der TRGS 611 gibt es noch die BGR/GUV-R 143 – eine Regel der Berufsgenossenschaft, die die TRGS 611 ergänzt. Während die TRGS 611 vor allem die chemischen Eigenschaften der KSS regelt, beschreibt die BGR/GUV-R 143 konkrete organisatorische Schutzmaßnahmen für den Betrieb.

Beide Regelwerke zusammen bilden den vollständigen rechtlichen Rahmen für den sicheren Umgang mit Kühlschmierstoffen in Deutschland.

Wie setzt CIX-Service die TRGS 611 in der Praxis um?

CIX-Service übernimmt für produzierende Betriebe die vollständige TRGS 611-konforme Überwachung und Dokumentation ihrer Kühlschmierstoffe. Unsere Techniker kommen wöchentlich in den Betrieb, messen alle vorgeschriebenen Parameter an jeder Maschine und erfassen die Werte direkt digital in unserem eigenen System.

Das Ergebnis: Betriebe haben jederzeit eine lückenlose, prüfungssichere Dokumentation – ohne eigenen Aufwand. Bei kritischen Werten reagieren wir sofort und führen die notwendigen Maßnahmen durch.

cixsystem.de – Fluidmanagement Dashboard
CIX Fluidmanagement Dashboard – TRGS 611 konforme Dokumentation

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